Die ersten Deutschen habe ich schon im Bus getroffen, und habe mich sogleich auch mit ihnen befreundet, das geht manchmal ganz schnell. Auf mich wartete eine Woche, bei der ich ganz froh war, nicht alleine reisen zu müssen, denn es ist immer lustiger mit anderen. So haben ich zusammen mit Matthias und Ilena ein bisschen Ideen gesammelt, was man alles machen könnte. Was herauskam war super!
So gingen wir am ersten Tag (Sonntag) auf eine kleine Wanderung (15km) durch den Bush, durch Mangrovenwälder bis zu einem schönen, aber für das was er bietet, viel zu berühmten Wasserfall. Es ist schon eindrücklich, wie verschieden die Wälder, die Tiere und das ganze Leben hier unten, im Vergleich zu der Schweiz.
Am nächsten Tag gings mit einer winzigen Fähre quer durch die Bucht nach Russel, wo wir, mit noch mehr Deutschen und einem Holländer von dem Hostel, das Dorf, und die Buchten unsicher machten. Es hat dort traumhafte weisse Strände, nur ist es noch zu kalt um dort zu baden.
Das Cape ganz oben von Neuseeland, das Cape Reinga, ist ein sehr traditioneller Ort der Maoris und es herrscht dort eine spezielle Stimmung, weil zwei Weltmeere aufeinander treffen, mit unterschiedlicher Wassertemperatur, Strömungen und vorallem Wellen auf verschiedenen Richtungen. Wir haben uns entschieden, dass wir dort hinauf müssen und haben uns für eine Automiete entschieden, anstatt einer teuren Bustour mit Hunderten anderen. So begann ein Roadtrip, der sich wirklich lohnte! Wir waren zu viert in diesem kleinen Auto (noch eine Schweizerin aus dem Hostel), Linksverkehr, und vorallem haben wir alle vier in dem Auto geschlafen. Es war super, und ein riesen Spass! Der Höhepunkt war neben dem Cape selber, die grössten Dünen von Neuseeland. Die sind riesig, man kann darauf auch "Snowbaorden", aber das Wetter war leider zu schlecht!
Nach dem zweitägigen Roadtrip habe ich mir einen Ruhetag gegönnt, am Morgen einen wunderschönen Spaziergang am Meer entlang, und am Nachmittag lag ich am Strand, genoss die Sonne und spielte ein bisschen Beachvolleyball (...mit Deutschen! :-D).
Dann gings am Freitag wieder in den Süden, Richtung Tauranga, genauer gesagt Paengaroa, wo mich Alyssa, eine Bekannte von Philipp, abholte und mich sogleich zu ihren Eltern schleppte. Was ich noch nicht wusste, ist dass ihre Eltern die grössten "Golden Kiwifruit-Farmer" von Neuseeland sind! Rund um das Haus sieht man nur Kiwiplantagen! Am Samstag bekam ich vom Besitzer persönlich eine Führung durch das ganze Gelände, was mit dem Auto doch eine ganze Stunde in anspruch nahm! Danach ging ich mit Alyssa auf die Farm ihres Ehemannes, Kiri, wo ich half Kälber zu füttern und einfangen, am Abend nahm er mich noch mit auf die Jagd, einfach ein schöner Tag! :-D
Und heute hat es geregnet! Ausschlafen, spielen mit kleinen Kiwi-Kids, Blogschreiben, Reise planen... Die Familie McBride ist sowas von Gastfreundlich, es ist ein riesen Vergnügen hier sein zu dürfen, ich bin ihnen sehr dankbar!
So, bis zum nächsten Mal, ich freue mich etwas von euch zu hören!
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